Geocaching: Schatzsuche für die ganze Familie!
Geocaching: Schatzsuche für die ganze Familie!

Das englische Wort "cache" (ausgesprochen "käsch") bedeutet "Versteck, geheimes Lager". Und um Verstecke auf der ganzen Welt geht es auch: Geocaching ist eine weltweite und moderne Art der Schnitzeljagd oder Schatzsuche mit Unterstützung per Satellit aus dem All. Um die 100 000 solcher Verstecke soll es inzwischen alleine in Deutschland geben. Und täglich werden es mehr: Denn Geocaching oder auch Geocoaching hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Trend in Sachen Freizeitaktivitäten entwickelt und ist ein abwechslungsreiches Vergnügen für die ganze Familie.

Beim Geocaching gibt es verschiedene Cache-Arten sowie unterschiedliche Schwierigkeitsstufen: Genau diese Abwechslung macht den Reiz zur Suche nach immer neuen Caches aus. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen diesem Hobby nachgehen, Schätze suchen und selber verstecken. Wir möchten dir einen Einblick in die faszinierende Welt des Geocachings geben!

Geocaching: Moderne Schatzsuche

Jetzt wird es endlich wieder warm und die Sonne scheint - genau die richtige Zeit also für ein neues Hobby: Geocoaching! Es hört sich zwar nach einer komplizierten Aktivität für Spezialisten oder Outdoor-Profis an, ist aber tatsächlich ein einfaches und abwechslungsreichen Vergnügen für jedermann, egal, wie alt oder wie fit: Kinder entdecken beim Geocaching spielerisch die Natur, und auch ältere Menschen betätigen sich körperlich und geistig aktiv bei dieser Art von "Spaziergang". Besonders für Kinder ist Geocaching auch interessanter als der klassische Sonntagsspaziergang. In Bewegung kommt man bei diesem Hobby von ganz alleine, denn Geocaching vermittelt einen ganz neuen Spaß am "draußen aktiv sein". Geocaching ist die moderne Schnitzeljagd, bei der man keinen Pfeilen aus Kreide oder Hinweisen auf Zetteln folgt, sondern festgelegten Koordinaten mit einem GPS (Global Positioning System) nachgeht. Das Abenteuer beginnt zunächst zu Hause am Computer. Auf den bekannten Internetseiten (siehe dazu auch unsere Web-Tipps) werden die Koordinaten aller Verstecke bzw. Caches weltweit verzeichnet, man sucht sich einfach eines im gewünschten Gebiet heraus. Online kann man auch den Schwierigkeitsgrad oder bestimmte Einzelheiten (Attribute) eines Verstecks erfahren und sich die Koordinaten in sein GPS-Gerät einspeichern. Das Abenteuer Geocaching verbindet Action, Spaß und Spannung mit viel Bewegung in der freien Natur. So bekommt man nicht nur die Kinder vom Bildschirm weg und raus an die frische Luft: Auch echte Bewegungsmuffel werden an diesem Freizeitvergnügen ihre helle Freude haben!

Die Ausrüstung: Was braucht man?

Gute GPS-Geräte gibt es schon um die 100 Euro. Bei den Caches der einfachen Level reichen feste Schuhe und wettertaugliche Alltagskleidung, denn auch Wind oder Regen sollte niemanden von einem Geocaching-Ausflug abhalten. Bei höheren Levels wird das Suchgebiet häufig unwegsamer und schwieriger, hier benötigt man dann eine angepasste Ausrüstung. Das Wichtigste: Einige Kleinigkeiten für den Schatz zum Austauschen mitnehmen. Zu empfehlen ist außerdem ein Rucksack mit ausreichend Wasser und leichter, gesunder Marschverpflegung, einem Taschenmesser oder Multitool, einem Kugelschreiber (für das Logbuch), einem Taschenrechner (für Rätselcaches), Handy und Pflaster (für alle Fälle) sowie einer Taschenlampe. Auch wenn die meisten Sachen nicht benötigt werden: Für das richtige Abenteuer-Feeling macht es mit dieser "Survival"-Ausrüstung auf jeden Fall noch mehr Spaß!

Überraschung: Was ist denn da drin?

Die "Schatztruhe" ist ein wasserfester Behälter, in der sich mehrere Kleinigkeiten befinden. Wer einen Schatz findet und diesen mitnimmt, muss an dessen Stelle etwas Neues, das heißt, eine mindestens gleichwertige Belohnung hinterlassen, denn die nachfolgenden Sucher möchten ja ebenfalls einen Schatz vorfinden. Schlüsselanhänger, Figürchen, Pins, Glücksbringer, regional-typische Souvenirs oder ähnliche kleine Dinge sind solche Schätze. Es gibt auch sogenannte Travelbugs ("Reisekäfer"), die von einem Cache zum nächsten weitergegeben werden und manchmal sogar mit einem bestimmten Auftrag um die Welt wandern. Häufig sind dies speziell hergestellte und geprägte Metallplaketten, die schon echten Kultstatus haben. Nicht erwünscht sind übrigens verderbliche Nahrungsmittel wie zum Beispiel Schokoriegel, denn es gibt ja Caches, die über Jahre irgendwo unentdeckt liegen können. Der gesamte Inhalt oder auch nur eine Kleinigkeit aus der Dose wird dann ausgetauscht und diese wieder für den nächsten Schatzsucher an derselben Stelle versteckt. In der "Schatztruhe" befindet sich übrigens neben dem Schatz auch immer ein Notizbuch oder Logbuch. In dieses Buch trägt sich jeder Finder mit Namen, Datum und einem netten Kommentar oder Gruß an die nächsten Sucher ein. Geocacher sollten einen Cache möglichst nur dann legen oder heben, wenn sich niemand in der Nähe befindet, damit unbeteiligte Personen, sogenannte "Geo-Muggels" (in Anlehnung an die Harry-Potter-Bücher) nicht darauf aufmerksam werden. In der Regel befindet sich dennoch meistens ein Hinweis über das Geocaching in dem Behälter, damit zufällige und nicht eingeweihte Finder eines Caches über dieses Spiel aufgeklärt werden und den Schatz nicht entwenden.

Die Cache-Community

Geocaching ist ein Hobby für Familien, Freunde oder Singles ebenso wie Kinder- und Jugendgruppen, sogar Lehrer benutzen Geocaching bereits als aktive Wissensvermittlung für ihren Unterricht. Es gibt schon sehr viele regionale Geocaching-Gruppen, denen man sich anschließen kann. Aber egal, ob als Gruppen- oder Einzelkämpfer: Online kann und sollte jeder von seiner Suche berichten und seinen Besuch beim jeweiligen Cache vermerken (siehe dazu auch unsere Web-Tipps). Jeder Besitzer eines Cache freut sich nämlich sehr über diese Einträge und nimmt gerne auch Hinweise zum Zustand des Verstecks entgegen. Für das Verhalten bei der Schatzsuche gilt für jeden: Rücksicht, Ehrlichkeit und Fairness gegenüber allen anderen Teilnehmern sollten selbstverständlich sein. Denn immer bedenken: Es geht um die Suche und den Spaß an sich, nicht um den Wert eines Schatzes. Auf den großen Webseiten kann man sich mit anderen Fans des Geocachings austauschen, Tipps bekommen, neu hinzugekommene Verstecke erfahren und vieles mehr. Dieser rege Austausch ist ein wichtiges Merkmal vom Geocaching: Es lebt durch die Interaktivität seiner Teilnehmer.

Die Arten der Schatzsuche

Caches werden in verschiedene Schwierigkeitsstufen eingeteilt: Von Stufe 1 für Anfänger bis Stufe 5 für zum Beispiel Profisportler wie Kletterer oder Taucher. Diese Stufen werden auf den Internetseiten immer mit angegeben. Die meisten Verstecke sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar - und eignen sich als Ausflugsziel mit viel Spaß und Bewegung für die ganze Familie. Verstecke der höchsten Schwierigkeitskategorie sind meistens aufgrund der Geländegegebenheiten extrem schwierig zu erreichen. Die Vielfalt der Cache-Arten ist heutzutage nahezu unbegrenzt. Es gibt einfache Caches ("traditional cache"), die man direkt mit den ersten Koordinaten finden kann, komplexere Caches mit mehreren Zwischenstationen ("multi-cache"), oder auch solche Caches, die man erst durch das Lösen von Rätselaufgaben erreicht ("mystery cache"). Bei einem "Krimicache" wird man zum Detektiv, und die besonderen "Nachtcaches" sind nur im Dunkeln zu finden. In vielen Städten kann man an diesen Schatzsuchen in kleinen Gruppen teilnehmen, bei denen Sightseeing und Wissenswertes mit dieser spannenden Schnitzeljagd verbunden wird. Unser Kurztrip-Tipp: In den meisten Regionen kann man bei den Touristinformationen vor Ort schon ein GPS-Gerät für einen geringen Betrag ausleihen und erhält dazu Koordinaten für die unterschiedlichsten Touren. Es gibt zum Beispiel historische Caches oder "Märchencaches", die etwas mit den örtlichen Sagen und Legenden zu tun haben. Sehr verbreitet sind auch "Wandercaches", die als kurze Wanderungen von zwei bis drei Stunden oder gar als Ganztagestouren angelegt sind. Bei allen regional-typischen Suchen lässt sich viel entdecken und lernen - so kann man einen tollen Tag mit der ganzen Familie an der Frühlingsluft verbringen!

Naturschutz geht vor!

Beliebt, aber leider auch gefährlich sind die unterirdischen Caches in Naturhöhlen, Bunkern oder Bergwerksschächten. Hier gefährdet man als Laie aber häufig nicht nur sich selbst, sondern stört und zerstört teilweise auch die Natur, da die unterirdischen Gewölbe die Lebensräume vieler bedrohter Fledermausarten sind. Leider achten einige Geocacher bei ihrem Hobby viel zu wenig auf die Umwelt: Es ist schon vorgekommen, dass kleinere Höhlenausgänge für Fledermäuse mit einem dort deponierten Cache verschlossen worden sind. Für das Anlegen neuer Verstecke gilt daher immer: Genau auf die Umgebung achten und Vorsicht walten lassen - und im Zweifelsfall lieber jemanden fragen oder ein anderes Versteck für den Schatz wählen. Ein weiteres ungeschriebenes Gesetz beim Geocachen lautet: Keinen Müll hinterlassen! Beim Versteck sowie auf dem Weg hin und zurück sollte man immer seinen Müll mitnehmen - notfalls sogar den von anderen Leuten. Auch wenn die meisten Geocacher bereits verantwortungsbewusst mit der Natur umgehen, muss es für alle gelten: Mehr Rücksicht auf Flora und Fauna nehmen, dann werden alle viel länger Freude an den versteckten Schätzen und vor allem an einer sauberen Natur haben.
Extra: Allgemeine Web-Tipps

Extra: Allgemeine Web-Tipps

Wir konnten hier nur einen kleinen Einblick in die umfangreiche und faszinierende Welt des Geocachings geben. Wer mehr Informationen über dieses tolle Hobby haben möchte, dem empfehlen wir, sich auf den bekannten Internetseiten umzusehen:

Die international größte und wichtigste Seite mit weltweiten Caches: www.geocaching.com

Die deutschen Hauptseiten finden sich unter www.geocaching.de und www.opencaching.de

Eine spezielle Wikipedia-Seite für alles rund ums weltweite Geocaching: www.cachewiki.de

Ein deutsches Diskussionsforum zum Thema Geocaching: www.geoclub.de

GPS-Geräte und weitere Ausrüstung gibt's unter www.cachingwelt.de.

Österreichische Seiten zum Thema: www.geocache.at oder www.austrian-geocacher.com

Die Schweizer Geocaching-Seite: www.geocache.ch.

Extra: Regionale Web-Tipps
Extra: Regionale Web-Tipps

Eine kleine Auswahl an regionalen deutschen Geocache-Seiten:
Schleswig-Holstein: www.geocaching-sh.de
Hamburg: www.geocaching-hamburg.de
Bremen: www.geocaching-bremen.de
Berlin und Brandenburg: www.geocaching-berlin.de
Thüringen: www.thueringen-tourismus.de/geocaching
Sachsen-Anhalt: www.geocaching-anhalt.de
Saarland: www.geocaching-saarland.de
Franken: www.geocaching-franken.de