Voll(wertig)er Genuß: So gesund ist Getreide!
Voll(wertig)er Genuß: So gesund ist Getreide!

Vollkorn ist in! Die sogenannte „Körnerkost“ hat ihr verstaubtes Image in den letzten Jahren abgelegt und inzwischen den Weg aus den Reformläden in jeden Haushalt geschafft. Im Rahmen einer ausgewogenen und gesunden Ernährung spielen Vollkornprodukte eine große Rolle und sind aus der heutigen Küche nicht mehr wegzudenken.

Um sich jedoch auch im Begriffe-Dschungel von Vollwert, Vollkorn, Mehrkorn oder Cerealien zurechtzufinden, haben wir einmal die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst und zeigen euch, wie toll das volle Korn ist!

Vollwertige Ernährung vs. Vollwerternährung

Kennt ihr den Unterschied zwischen „Vollwertiger Ernährung“ und „Vollwerternährung“? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) benutzt den Begriff „vollwertige Ernährung“ im Zusammenhang mit einer ausgewogenen Ernährung. Die DGE hat dazu auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln formuliert. Hauptmerkmale sind eine abwechslungsreiche Auswahl, eine geeignete Kombination und eine angemessene Menge nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel. Die „Vollwerternährung“ entspricht in weiten Teilen den Empfehlungen der DGE für eine vollwertige Ernährung. Sie versteht sich jedoch außerdem als ganzheitlich orientiertes und nachhaltiges Konzept - und berücksichtigt auch Aspekte wie soziale Gerechtigkeit und Naturschutz. Eine Vollwerternährung ist also ebenso ein verantwortungsvoller Umgang mit den Lebensmitteln wie auch eine zeitgemäße Ernährungsweise in Bezug auf Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Bio-Lebensmittel, fair gehandelte Produkte, regionale und saisonale Erzeugnisse: Schon heute hat ein Umdenken beim Einkaufen und in der Küche stattgefunden – und der Trend wird sicher auch weiter anhalten!

Rohkost + Vollkorn = Vollwertkost

Der Grundsatz der „Vollwertkost“ basiert auf dem Prinzip, dass die Nahrungsmittel möglichst wenig verarbeitet, also frisch und unbehandelt sind. Dadurch liefern sie einen hohen Gehalt an natürlichen Inhaltsstoffen: den "vollen Wert". Vollwertkost besteht überwiegend aus Rohkost (ungekochtes Obst und Gemüse sowie Salate, Kräuter oder Sprossen) und Vollkornprodukten. Vollkornprodukte sind Nahrungsmittel, bei denen alle drei essbaren, nährstoffreichen Bestandteile des ganzen Getreidekorns verarbeitet sein müssen, also neben dem Mehlkörper auch die Schalen (Kleie) und der Keimling. In Vollkornprodukten sind alle notwendigen Nährstoffe vertreten: Sie enthalten neben hochwertigen Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten und Ballaststoffen vor allem viele lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Man wird nicht gleich zum "Öko", wenn man (Voll-)Wert auf eine gesunde Ernährung legt!

Kleine Körner mit viel Power

Getreide zählt seit Jahrtausenden zu unseren Grundnahrungsmitteln. Zu den sieben Getreidesorten, die weltweit die größte Bedeutung in der Ernährung der Bevölkerung haben, zählen neben Reis und Mais vor allem Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Hirse. Diese Getreidesorten gehören alle zur Familie der Süßgräser. Hier ein paar kernige Fakten für euch: Weizen ist im Vergleich zu anderen Getreidearten mild und gut verdaulich. Weizen hat einen hohen Eiweißgehalt und enthält die Vitamine B1, B2, B6 sowie Kalium und Magnesium. Man unterscheidet zwischen Weichweizen (z. B. für Mehl für Backwaren) und Hartweizen (z. B. für Teigwaren wie Nudeln). Dinkel ist ein Verwandter des Weizens, weshalb beide Getreidesorten ähnliche Inhaltsstoffe haben. Er ist wie Weizen nicht glutenfrei. Hafer wurde durch seinen hohen Eiweißgehalt und seine leicht bekömmliche Konsistenz zu einem der wertvollsten und gesündesten Getreide. Hafer enthält neben Fett, Kohlenhydraten und Ballaststoffen auch wichtige Vitamine aus der B-Gruppe sowie Vitamin E. Roggen ist ein klassisches Brotgetreide, in dem reichlich B-Vitamine, wertvolle Mineralstoffe und Aminosäuren stecken. Der hohe Anteil an Ballaststoffen sorgt für ein verbessertes Sättigungsgefühl und regt die Verdauung an. Gerste enthält viele Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Calcium und hat ebenfalls einen hohen Ballaststoffanteil. In Gerste stecken zudem viele essenzielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann. Hirse ist eine glutenfreie Getreideart und das wohl mineralstoffreichste Getreide: Sie ist eiweißreich und hat vor allem einen hohen Eisengehalt. In der Hirse stecken neben vielen Vitaminen auch Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium. Getreide hat es also in sich: Es sind einfach echte kleine Powerkörner!

Glutenfreie Alternative: Amaranth & Co.

Leinsamen und Buchweizen sind bekannt, aber schon mal was von Amaranth oder Quinoa gehört? Als sogenanntes Pseudogetreide bezeichnet man diese Körnerfrüchte, die nicht zur Gattung der Süßgräser/Getreide gehören. Die getreideähnlichen Sorten sind frei von Klebereiweiß (Gluten) und eignen sich mit ihren hochwertigen Inhaltsstoffen für Personen, die an einer Glutenunverträglichkeit oder anderen Nahrungsmittelallergien leiden. Durch Pseudogetreide kann unsere Ernährung äußerst abwechslungsreich gestaltet werden: Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Er ist vor allem in der Vollwert-Küche beliebt und hat einen nussartigen Geschmack. Buchweizenkeimlinge sind reich an Enzymen und hochwertigen Mineralien. Quinoa ähnelt im Aussehen der Hirse und wird wie Reis verwendet. Das leckere "Inka-Korn" ist eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen und gilt als idealer Nährstofflieferant. Die kleinen Körnchen enthalten das vollständige Aminosäurenspektrum und sind reich an Mineralien. Amaranth gehört wie Quinoa zu den Fuchsschwanzgewächsen und war eines der Hauptnahrungsmittel der Inkas und Azteken. Amaranth ist sehr gut verdaulich und enthält viel hochwertiges Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren sowie wichtige Mineralstoffe. Kleiner Nasch-Tipp: Aus Amaranth kann man auch prima Popcorn machen!

Unser täglich Brot

Alle Getreide- und Pseudogetreidearten eignen sich in reiner Körnerform als leckere Beilagen für Speisen, als kernige Zutaten für Müslis und vor allem als Mehl zur Herstellung von Brot und Backwaren. Deutschland ist dabei wohl Weltmeister im Brotbacken: Es gibt bei uns mehr als 300 verschiedene Brotsorten sowie etwa 1.200 Sorten Kleingebäck wie Brötchen, Brezeln und Co. Weizenbrot wird aus mindestens 90% Weizenmehl hergestellt, Roggenbrote aus mindestens 90% Roggenmehl. Ein Mehrkornbrot wird aus mehr als drei unterschiedlichen Körnersorten gebacken. Zu Roggen- und Weizenmehl kommen verschiedene Getreidesorten dazu, jede Getreideart ist hierbei mindestens zu 5% enthalten. Die Bezeichnung Mehrkorn bedeutet jedoch nicht, dass auch Vollkornmehl eingesetzt wird - auch wenn es sehr kernig und gesund klingt. Ein Vollkornbrot muss nicht zwingend grobkörnig und von dunkler Farbe sein. Denn auch ein Brot aus fein gemahlenem Vollkornmehl kann luftig-locker schmecken und gut verdaulich sein. Echte Vollkornbrote werden aus Vollkornmehl hergestellt, das alle Bestandteile des Getreidekorns enthält. Ein Vollkornbrot gehört somit zu den gesündesten Broten, da es sehr vitaminreich ist und viel Eiweiß und Ballaststoffe besitzt. Aber welches Brot nun das Beste ist? Das ist auf jeden Fall ganz persönliche Geschmackssache!

Knusprige Cerealien

Neben unserem Brot kommen bei uns vor allem Getreideflocken, sogenannte Cerealien, auf unseren Frühstückstisch. Der Begriff Cerealien leitet sich von der römischen Göttin des Ackerbaus („Ceres“) ab und wird heute für alle (Frühstücks-)Getreideprodukte gebraucht, egal ob Müsli, Cornflakes oder Haferflocken. Wer auf eine gesunde und vollwertige Ernährung achtet, sollte sich seine knusprig-leckeren Frühstücksflocken am besten selbst zusammenstellen und nicht auf fertige (und gezuckerte) Müslis zurückgreifen. Auf http://www.mymuesli.de kann man sich aus 80 verschiedenen Zutaten je nach Geschmack sein eigenes Vollkorn-Müsli zusammenstellen und nach Hause liefern lassen. Und wer einen kleinen, gesunden Snack für Zwischendurch sucht, dem empfehlen wir unseren neuen leckeren Optiwell Joghurt mit Cerealien. Es gibt also viele leckere Möglichkeiten, mehr gesundes Vollkorn zu sich zu nehmen. Probiert doch einfach mal neue Rezepte damit aus – wir wünschen euch viel Spaß mit dem tollen, vollen Korn!