Weihnachtszeit ohne Reue
Weihnachtszeit ohne Reue

Die Zeit der Wintermärkte, Weihnachtsfeiern und Silvesterfeten beschert uns allen nicht nur die weihnachtliche Feierlaune, sondern vor allem leider gerne auch ein paar Winterpfunde mehr. Statt den Weihnachtsbaum mit Lametta schmücken wir uns selbst mit üppigem Hüftgold. Wir werden oft schwach gegenüber den süßen und deftigen Verlockungen, haben ständig ein schlechtes Gewissen und können die Feiertage kaum genießen. Wir haben tolle Tipps, wie Sie ohne Reue durch die Weihnachtszeit kommen!

Alle Jahre wieder

Viele Menschen kapitulieren in der Zeit der Leckereien in Supermärkten, auf Adventsmärkten und bei Weihnachtsfeiern - und ergeben sich ganz einfach den himmlischen Weihnachtsverlockungen. Und das regelmäßig alle Jahre wieder. Im Januar setzt dann der übliche große Frust ein, wenn man sich wieder auf die Waage traut. Doch wenn man die Gefahrenstellen kennt, kann man sie auch umgehen und geschickte Gegenmaßnahmen einleiten.

Gehen Sie die nächsten Wochen bewußter mit sich selbst und den weihnachtlichen Versuchungen um. Denn unser Motto in der Winterzeit lautet "Gewicht halten". Das bedeutet: Alles ist erlaubt, jedoch in Maßen. Auf die richtige Art schlemmen, naschen und genießen - und Sie werden es ruhigen Gewissens, ohne Verzicht und damit stressfrei durch die Weihnachtszeit schaffen. Kommen Sie kulinarisch fit ins neue Jahr!

Zeit nehmen und richtig planen

Eine genaue Planung macht viel aus: Essen Sie mit großem Genuss - aber in kleineren Mengen! Teilen Sie sich alle Mahlzeiten und Snacks über den Tag verteilt genau ein. Freuen Sie sich auf diese Zeit - und genießen Sie so, was Sie möchten, essen Sie nur immer langsam und in kleineren und kontrollierten Portionen. Zelebrieren Sie jede einzelne Mahlzeit und essen Sie mit Muße, so dass Sie das Essen mit allen Sinnen erleben können: Riechen Sie am Essen, kauen Sie jeden Bissen bewußt und ausreichend und genießen Sie den Geschmack. Durch das langsame Essen merkt man dann auch, wann das natürliche Sättigungsgefühl eintritt.

Sollte zum Beispiel bei einer abendlichen Feier ein üppiges Menü anstehen, so verzichten Sie vorher auf ein großes Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Frühstücken Sie ausgiebig, mittags gibt es nur eine klare Gemüsesuppe oder ein leichtes Gericht mit Gemüse und Reis, und essen Sie bei einer Hungerattacke zwischendurch etwas Obst. So können Sie sich abends mit gutem Gewissen zum Festtagsmahl begeben.

Extra-Tipp für Wochenenden und Feiertage: Schlafen Sie richtig lange aus! So können Sie sogar eine ganze Mahlzeit einsparen, wenn Sie statt mit dem Mittagessen mit einem üppigen Frühstück oder Brunch in den Tag starten. Und dann erst am Abend wieder die nächste volle Mahlzeit einnehmen.

Gesunder Weihnachtsschmaus

Die bekanntesten traditionellen Festtagsgerichte wie Karpfen oder Gänsebraten sind äußerst kalorienreich, denn diese Rezepte stammen noch aus Zeiten, in denen sich die Menschen sonst fast ausschließlich von Kartoffeln und Gemüse ernährten. Auch scheinbar einfache Gerichte wie Bockwurst mit Kartoffelsalat oder Heringsalat sind keine leichten oder gesunden Mahlzeiten, sondern höchstens einfach zubereitet! Heutzutage gibt es aber gesunde Alternativen zu den beliebten Festtagsschmaus-Klassikern.

Sparen Sie vor allem beim Fett: Statt Gans oder Ente als Weihnachtsbraten eigenen sich besser magere Fleischsorten wie Pute, Huhn oder auch Wild. Die fette Haut von Geflügel sollte jedoch immer entfernt werden. Bereiten Sie auch Fisch fettarm zu und wählen Sie Kaltwasserfische wie Lachs, Forelle, Makrele oder Thunfisch. Diese Fische enthalten Eiweiß, und schützen durch ihre enthaltenen Omega-3-Fettsäuren Herz und Gefäße. Sie können den Fettgehalt eines Gerichts auch über die Saucenzubereitung beeinflussen. Wenn Sie zum Beispiel Kartoffeln oder Gemüse mitkochen, so pürieren Sie davon einen Teil und verfeinern Sie damit die Soßen statt mit Sahne. Eine weitere Sahne-Alternative: fettarme Milch mit angerührtem Mehl zur Soße geben.

Wichtig ist bei allen Gerichten, oben schwimmendes Fett abzuschöpfen. Verzichten Sie möglichst oft auf Frittiertes, Paniertes und Gebratenes. Die gesündere Zubereitung ist dämpfen, dünsten, grillen, im Römertopf schmoren oder im Backofen garen. Beim Festtagsmenü sollte Fleisch nur die Beilage sein, verwenden Sie daher mehr Kartoffeln, Reis, Getreideprodukte und Gemüse. Sie sind reich an Nähr- und Ballaststoffen und sättigen, ohne schwer im Magen zu liegen. Als Vorspeise genießen Sie am besten große und bunte Salate ohne fettige Dressings und anstelle von cremigen, sahnehaltigen Suppen eine klare Gemüsesuppe. Als Dessert eignet sich ein exotischer Fruchtsalat, rote Grütze, ein leckerer Bratapfel oder selbstgemachte Joghurtcreme (oder Joghurteis) mit frischen Früchten oder pürierten Beeren.

Denken Sie dran: Das Auge isst mit! Schon das Aussehen und der Geruch eines Festtagsmahls kann die Sinne befriedigen - und daher macht sich auch eine bunte Vielfalt von gesunden Alternativen auf jeder festlichen Tafel gut. Ihre Familie und Ihre Gäste werden Ihnen die leichten Delikatessen und das damit gewonnene Wohlbefinden danken.

Himmlische Versuchungen

Jeder hat seine Lieblingsleckereien, auf die er nicht verzichten kann und möchte - schließlich gibt es sie nur einmal im Jahr. Ob nun Dominosteine, Lebkuchenherzen oder Marzipankugeln - teilen Sie sich täglich eine kleine Menge zu, die sie dann - langsam und bewußt - genießen dürfen. Vermeiden Sie das Naschen zwischendurch, sondern machen Sie ein kleines Belohnungsritual daraus. So können Sie unkontrollierte und übermäßige Mengen vermeiden und kommen doch in den Genuss Ihrer Lieblingssüßigkeit. Extra-Tipp: Wer ständig Lust auf Süßigkeiten hat, sollte sich eine Kerze mit Vanillearoma anzünden - denn der süßliche Duft schon stillt den Appetit!

Aber es gibt auch Alternativen zu den klassischen Süßigkeiten: Versuchen Sie doch auch mal die fettärmeren Varianten, wie zum Beispiel Früchtebrot, Anisplätzchen und Honigkuchen. Greifen Sie bei Keksen zu Plätzchen aus Vollkornmehl und Haferflocken. Die idealen Snacks für zwischendurch sind neben frischem Obst auch Trockenfrüchte und Nüsse. Beim Nachmittagskaffee sollte man anstelle der kalorienreichen Sahnetorte ein kleines Stück Stollen oder Früchtekuchen essen oder eine Portion Obstsalat genießen.

Übrigens: Zimt ist ein ideales Gewürz, das so oft wie möglich und nicht nur zur Weihnachtszeit verwendet werden sollte, egal ob in Gebäck, bei Obstsalaten oder pikanten Gerichten. Zimt regt den Stoffwechsel an, senkt Cholesterin- und Blutzuckerwerte, wirkt antioxidativ, fördert das Immunsystem und dämpft sogar auch Hungerattacken.

Trinkgenuss statt Katerstimmung

Sie sollten immer viel Wasser trinken: Etwa zwei bis drei Liter Wasser am Tag. Das Wassertrinken sollten Sie auch im Weihnachtstrubel nie vergessen - wenn Sie das noch nicht aus Gewohnheit schon tun, so planen Sie die Wasseraufnahme bewußt in Ihren Tagesablauf ein. Extra-Tipp: Kurz vor jeder Mahlzeit ein bis zwei Glas Wasser trinken - dies dämpft das Hungergefühl, füllt den Magen und verhindert, dass man zuviel isst.

Alkohol kann eine richtige Kalorienbombe sein, und daher sollte Alkohol trotz der ganzen Feiertage und Weihnachtsmärkte nur in geringen Mengen konsumiert werden. Schnäpse und Liköre sind dabei kalorienreicher als ein Gläschen trockener Wein oder Sekt. Alkohol entzieht dem Körper Wasser, und man trinkt so oft mehr Alkohol - weil man durstig ist und nicht, weil man es genießt. Trinken Sie daher pro ein, zwei Gläsern Alkohol auch immer zusätzlich ein Glas Wasser. Das wird Ihrem Körper gut tun - und nicht zuletzt dem Kater am nächsten Morgen vorbeugen.

Gesunde Alternativen zum Alkohol sind z.B. als Aperitif ein leckerer alkoholfreier Fruchtcocktail (aus frisch gepressten Orangen, Zitronen, Ananas und Grapefruit). Köstlich anstelle eines Glühweins ist ein heißer Punsch oder Tee aus verschiedenen Säften, wobei der Rotwein durch Traubensaft, Holundersaft, Apfelsaft, Orangensaft oder einer Mischung aus mehreren Säften ersetzt wird (seine Lieblingsmischung sollte jeder selbst ausprobieren). Ansonsten sind die Gewürze wie beim Glühwein: Zimt, Nelken, Kardamom, Vanillezucker, wahlweise auch mit Orangen- oder Zitronenscheiben.

Bewegung muss sein

In diesem Völlerei-Monat gilt es erst recht: Bewegen Sie sich, soviel es geht! Nehmen Sie immer Treppen statt Fahrstuhl oder Rolltreppe. Gehen Sie konsequent zum Schwimmen, Tanzen oder zum Fitness. Machen Sie nach jedem Essen einen Verdauungsspaziergang. Gehen Sie täglich eine halbe Stunde spazieren und machen Sie, wenn Schnee liegt, mit der ganzen Familie eine Schlittenfahrt oder Schneeballschlacht. Bei einem Spaziergang tanken Sie ausreichend Luft und Licht, was nicht nur Körper und Seele gut bekommt, sondern auch wieder einige Kalorien verbrennt, so dass vorherige kleine Sünden beim Festschmaus ausgeglichen werden können. Frische Luft kühlt übrigens auch Hitzköpfe ab und verhindert so ganz nebenher die obligatorischen Weihnachtsstreitigkeiten.


Kommen Sie gut und gesund durch die Weihnachtszeit und ins neue Jahr - Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Fest!