Lecker-leichter Grillgenuss
Lecker-leichter Grillgenuss

Für Männer ist inzwischen eigentlich das ganze Jahr Grillsaison. Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden wird dann in geselliger Runde schnell und gerne der Grill angeworfen: Die Männer freuen sich dann auf saftige Nackensteaks, deftigen Kartoffelsalat und natürlich ihr Bierchen dazu. Wir Frauen dagegen wünschen uns häufig lieber etwas weniger Gehaltvolles.


Die Leckereien vom Grill müssen nicht automatisch auch gleich Kalorienbomben sein. Gegrilltes kann einfach mit frischen Salaten, raffinierten Marinaden und leichten Saucen ergänzt werden. Und wenn man nur ein paar Tipps und Tricks bei der Zubereitung von Fleisch und Beilagen beachtet, dann steht dem gesunden Grillvergnügen nichts mehr im Wege. Leicht ist auch lecker – und unsere Tipps überzeugen sicher auch die Männer!

 

 

 

Köstliches Grillvergnügen mit Fleisch

Grillen an sich ist eigentlich eine der gesündesten und fettärmsten Zubereitungsarten überhaupt. Man benötigt bei der Zubereitung kein zusätzliches Fett wie in einer Pfanne, und zudem wird ein Teil des Fettes während des Grillens herausgebraten und tropft nach unten ab. Fettarm zu grillen bedeutet nicht, auf den Geschmack oder gar auf Fleisch selbst verzichten müssen. Als Faustregel gilt: Mageres oder weißes Fleisch ist gesünder als rotes oder solches Fleisch, das von Fett durchzogen ist. Besonders gesund und fettarm ist Geflügelfleisch wie Hähnchen- oder Putenbrust (ohne Haut) – es enthält relativ wenig Kalorien. Schweine- oder Kalbschnitzel sowie Filetstücke sind zudem magerer als Koteletts, Steaks oder Spareribs, die recht kalorienreich sind. Bratwürstchen, Hackbällchen oder Frikadellen haben es ebenfalls in sich. Das Fleisch sollte nicht zu dunkel gegrillt und schwarze Stellen vor dem Verzehr abgeschnitten werden. Damit beim Grillen zudem keine gesundheitsschädlichen Stoffe entstehen, wenn Flüssigkeiten in die Glut tropfen, sollte das Grillgut möglichst schonend in einer Grillschale oder auf Aluminiumfolie zubereitet werden. Noch ein Tipp: Fleisch lieber frisch beim Metzger kaufen! Denn bei abgepacktem und bereits fertig mariniertem Grillfleisch kann man Fetteinschlüsse oder Knorpel nicht erkennen. Beim gesunden Grillen muss man also nicht auf Fleisch verzichten – wichtig ist nur, welches Fleisch auf den Rost kommt.

F(r)isch auf den Grill

Frischer Fisch ist gesund und schmeckt gegrillt besonders lecker! Fischsorten mit festem Fleisch eignen sich zum Grillen am besten. Ganze Fische können direkt auf dem Rost oder in einem Fischkörbchen bzw. einem Fischgrillgitter gegrillt werden, denn damit lässt sich der Fisch ganz leicht mit einem Griff wenden. Sowohl der Rost als auch das Körbchen sollten vor dem Grillen gut eingeölt werden, damit der Fisch nicht zerfällt und sich leichter löst. Fischsorten wie Scholle, Forelle, Dorade oder Kabeljau sind im Gegensatz zu Thunfisch oder Lachs sehr fettarm. Mit gutem Gewissen können auch Meeresfrüchte und Tintenfisch auf den Grill. Den Fisch einfach zusammen mit etwas Knoblauch, Zitrone und ein paar Kräutern (z. B. Petersilie, Thymian oder Schnittlauch) in Alufolie wickeln und auf dem Grill garen. Eine weitere leckere Variante sind köstliche Scampi-Spieße mit buntem Gemüse, die vorab mit nicht zu intensiven Kräutern und wenig Öl leicht mariniert werden.

Leckeres Grillgemüse

Gemüse ist nicht nur etwas für Vegetarier! Aus Gemüse lässt sich beim Grillen richtig viel machen, und dementsprechend landet neben dem Fleisch auch immer mehr Gemüse auf dem Rost. Leicht marinierte Scheiben oder Schiffchen aus Paprikas, Zucchinis oder Auberginen zählen zum klassischen Grillgemüse. Wie auch ganze Tomaten und Champignonköpfe, die gegrillt einfach fantastisch schmecken. Saftige goldene Maiskolben sind ebenfalls beliebtes Grillgut. Bunte Gemüsespieße kommen nicht nur bei Kindern gut an: Zucchini, Paprika, Tomaten, Pilze oder Zwiebeln einfach auf einen Spieß stecken – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Eine andere Variante ist der Gemüse-Rollmops am Spieß: In dünne Scheiben geschnittenes Gemüse zusammenrollen und aufspießen. Oder wie wäre es denn mal mit Tomate und Mozzarella vom Grill? Hierfür kleine Cocktailtomaten zusammen mit - je nach Geschmack - etwas Mozzarella, Schafskäse oder Feta und gewürzt mit etwas Öl, Salz, Pfeffer und Basilikum in Alufolie wickeln. Die Päckchen auf den Grill legen und schon nach einigen Minuten heiß genießen – superlecker! Ein Vorteil von Grillgemüse ist, dass es nicht nur schnell zubereitet ist, sondern die meisten Gemüsearten auch einen hohen Wasseranteil haben – und deshalb schön saftig schmecken. Salzen sollte man Gemüse allerdings erst nach dem Grillen, sonst trocknet es zu sehr aus.

Beste Beilagen

Salate sind mehr als nur eine schnöde Beilage zum Fleisch. Krautsalat und frische bunte Salate aus Tomaten, Paprika, Radieschen, Gurken, Zucchini und Mais schmecken nicht nur gut, sondern haben auch kaum Kalorien. Diese stecken nämlich in gehaltvollen Dressings. Kartoffel- und Nudelsalate sollten mit leichterer Salatmayonnaise oder Essig und Öl zubereitet werden. Ein tolles Kartoffelsalat-Rezept gibt es hier. Eine noch bessere Alternative als leckere Beilage sind zum Beispiel Folienkartoffeln vom Grill oder schon vorher gekochte Pellkartoffeln mit einem leichten, frischen Kräuterquark. Brot dagegen hat ebenfalls recht viele Kalorien – hiermit also lieber etwas zurückhalten.

Dressings, Marinaden & Saucen

Absolutes Muss beim Grillen sind natürlich Marinaden und Saucen fürs Fleisch, Dips für das Gemüse und Dressings für die Salate. Diese müssen nicht gehaltvoll sein, wenn man die leichteren Alternativen verwendet – und vor allem selbst zubereitet. Marinaden für Fleisch und Fisch kann man statt mit Öl zum Beispiel aus Magerjoghurt gewürzt mit Kräutern und Knoblauch leicht selber zubereiten. Zu Salat, Gemüse und Folienkartoffel gleichermaßen gut schmecken Dips und Saucen aus Quark oder Joghurt mit frischen Gartenkräutern der Saison. Ein köstlich-erfrischender Dip für Fleisch lässt sich zum Beispiel aus Joghurt, Limettensaft, Frühlingszwiebeln und aromatischen Kräutern zaubern. Gut geeignet für Salate sind auch Dressings auf mediterrane Art z. B. aus Essig, Öl und Kräutern oder auf Basis von Zitrone oder Senf. Ein leckeres Salatdressing findet Ihr hier, ein fettarmes Joghurtdressing hier. Oder wie wäre es mit einem selbstgemachten, mageren Tsatsiki mit fettarmem Joghurt, Knoblauch und Gurken? Da bekommt man doch schon gleich Lust aufs nächste Grillfest!

Extra: Buchtipps

Lisa Lemke "Mein Grillvergnügen: Leichte Rezepte, Marinaden und mehr"
Verlag Callwey 2012, ISBN 978-3766720207, Gebunden 24,95 Euro

Rose Marie Donhauser "Draußen geniessen: Sommerfeste, Grillen und Picknick"
Verlag: Franckh-Kosmos 2011, ISBN 978-3440125885, Gebunden 19,95

Susanne Bodensteiner "Veggie Grillen: mehr als Gemüse"
Gräfe & Unzer Verlag 2009, ISBN 978-3833814266, Taschenbuch 4,90 Euro